Rote Paprikafrucht an einer Pflanze

Paprika

Capsicum annuum L.

Herkunft

Das Ursprungsgebiet der Gattung Capsicum liegt wahrscheinlich in Südbrasilien und Bolivien. Durch Vögel wurden die verschiedenen Arten bis nach Mittelamerika verschleppt. Zur Zeit der Entdeckung Amerikas kultivierte man in diesen Ländern den Paprika bereits seit 4000-6000 Jahren. Spanier brachten den Paprika zunächst als Zierpflanze nach Europa. Später wurde Paprika dann auch in den Ländern mit ausreichend warmem Klima als Gewürzpflanze angebaut. Vor allem Spanien kultivierte die Pflanze als Ersatz für den echten Pfeffer, deshalb auch die Bezeichnung Spanischer Pfeffer.

Beschreibung

Der Paprika zählt wie die Tomaten und Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Es wird sowohl die Pflanze als auch die Frucht als Paprika bezeichnet, wobei es für die Frucht noch andere Bezeichnungen gibt, die meist von Größe, Farbe oder Schärfe abhängen (z.B. Pepperoni, Chili).

Die mehrjährige, krautige Paprikapflanze wächst zu einem kleinen Busch heran, kann aber auch bodenbedeckend gedeihen. In Mitteleuropa sind meist einjährige Sorten verbreitet, da die Pflanze sehr kälteempfindlich ist. Temperaturen unter 7C führen zu Frostschäden (engl.: chilling injury).

Neben dem scharfen Gewürzpaprika, der meist getrocknet oder gemahlen als Gewürz verwendet wird, gibt es in Europa den milderen Gemüsepaprika. Er kommt in verschiedenen Sorten und Farben (z.B. roter, gelber, grüner Paprika) auf den Markt. Durch Züchtung konnte die ursprüngliche Schärfe, die durch den Inhaltsstoff Capsaicin entstand, weitgehend abgemildert werden.

Die reifen Paprikafrüchte schmecken aromatisch und süß. Früchte mit guter Qualität sollen glänzen, prall aussehen und sich auch so anfühlen. Am auffälligsten bei den Inhaltsstoffen ist der hohe Gehalt an Vitamin C, der kaum von einer anderen Frucht übertroffen wird.

Bei uns im Angebot befinden sich roter und grüner Paprika, der von Anfang November bis Ende März erhältlich ist.

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Tipps

Aus getrockneten Gewürzpaprikaschoten hergestelltes Paprikapulver gibt es in vier Schärfestufen: Delikateß, Halbsüß, Rosenpaprika und Edelsüß, die schärfste Variante.

Kinder essen Paprika roh sehr gerne. Man sollte aber auf die Menge achten, da zuviel Paprika Leber und Niere reizen können.

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